#Menschen

Mär 29, 2021

Weißkittel statt Blaumann

Weißer Kittel, Stethoskop um den Hals und Verbandsmaterial im Schrank: Eigentlich unterscheidet Tobias´ Arbeitsplatz nichts von einer hausärztlichen Praxis. Der Blick aus dem Fenster seines Untersuchungszimmers geht allerdings nicht auf eine Straße oder ganz normale Wohnhäuser. Er schaut auf Schornsteine und Produktionsanlagen eines Chemiewerks.

Tobias, leitender Werksarzt, Arbeitsmediziner und Notarzt

Als leitender Werksarzt, Arbeitsmediziner und Notarzt bei Röhm arbeitet Tobias mitten im Werk, wo unter anderem Vorprodukte für PLEXIGLAS® hergestellt werden.

Die Stühle ein seinem Wartezimmer sind meistens gut besetzt. „Als Werksarzt ist es mir ein besonderes Anliegen, die Beschäftigten am Standort Worms mit präventiven Maßnahmen zu versorgen“, sagt er.

Das fängt an bei Einstellungsuntersuchungen, geht weiter bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge, und hört auf bei der medizinischen Betreuung bei Notfällen oder medizinischen Behandlungen vor Ort. „Schon bevor wir einen neuen Kollegen einstellen, müssen wir klären, ob er für die Aufgaben aus medizinischer Sicht geeignet ist. Wir machen quasi einen Rundum-Check. Sieht die Person gut? Ist sie körperlich geeignet für den Job? Das alles müssen wir sicherstellen, denn wir möchten die Menschen nicht nur gesund im Job erhalten, sondern später auch gesund in Rente schicken“.

Abwechslungsreiche Arbeit für einen Arbeitsmediziner

Tobias´ Tag startet eigentlich wie der eines Hausarztes: Lagebesprechung mit den Assistenten, Abhalten der Sprechstunden, Durchführen von Untersuchungen und Einstellungstests – ab und zu allerdings meldet sich der Piepser zum Einsatz. Dann lässt er alles stehen und liegen, greift nach seiner Notarztjacke und fährt mit dem Rettungswagen zur Einsatzstelle im Werk. „Das kommt zum Glück nicht so oft vor“.

Seit Anfang 2020 hält ihn ein weiteres Thema auf Trab: COVID-19. „Corona hat unseren Alltag verändert. Alles dreht sich um das Virus. Täglich beobachten wir das Infektionsgeschehen im Land, informieren uns über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und leiten daraus Maßnahmen und Regelungen für Röhm ab“, berichtet er. Allein letztes Jahr hat das Team des Werksärztlichen Dienstes mehr als 2000 Corona-Beratungsgespräche geführt. Da geraten andere Dinge in den Hintergrund, aber nicht in Vergessenheit. 2021 stehen „Hautkrebsscreening“, „Darmkrebsvorsorge“ und „Cholesterin Check-Up“ auf dem Gesundheitsplan. Beratungsangebote, die von Mitarbeitern bei Röhm sehr gerne angenommen werden, weil sie rechtzeitig mögliche Gesundheitsrisiken erkennen und Krankheiten vorbeugen können.

Leidenschaft fürs Retten

Ein Steckenpferd sei jedem gegönnt. Bei Tobias ist es die Notfallmedizin. „Ja, das ist meine große Leidenschaft“, bestätigt er lächelnd. Als leitender Notarzt im Ehrenamt fährt er jährlich rund 30 Einsätze in seiner Heimatregion, dem Donnersbergkreis. Dazu ist er als Ausbilder für Notärzte aktiv und unterrichtet mehrfach pro Jahr Nachwuchs-Notärzte in Sachen Erstversorgung und Wiederbelebung in Bayern und Rheinland-Pfalz. „Das macht mir mindestens genauso viel Spaß wie meine Arbeit bei Röhm“.

Als Notarzt am Standort ist Tobias bei jedem Einsatz dabei.
Ein genauer Blick fürs Auge: Mit Hilfe der Lupe kann im Bedarf ganz genau hingeschaut werden.
Rundum vorgesorgt: Regelmäßige Gesundheitsaktionen und Check-Ups gehören bei Röhm zum Angebot des werksärztlichen Dienstes.

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