Datenbasierte Sicherung und Qualitätsverbesserung

Qualität entscheidet über die Zufriedenheit und das Vertrauen von Kund:innen. Sie ist der Grad der Erfüllung von Kundenanforderungen und sie ist messbar. Zur Stärkung der Kundenorientierung und Kundennähe arbeitet Röhm entlang klarer KPIs.

„Nur was wir messen, können wir verbessern“, sagt Andreas Sabbagh, Global Head of ESHQ bei Röhm. Entscheidend dabei ist die ganzheitliche Betrachtung und Steuerung aller Abläufe vom ersten Kundenkontakt bis zur vollständigen Leistungserbringung. „Auf diese Weise können wir Qualität nicht nur sichern, sondern datenbasiert verbessern.“

Seit Mitte 2025 sind die Qualitätsmanager:innen und SCM Performance-Manager:innen von Röhm stärker in die Geschäftsbereiche des Unternehmens integriert, sodass sie direkter an Prozessen, Entscheidungen und vor allem an den Bedürfnissen und Anforderungen der Kund:innen mitwirken können.

„Bei Röhm haben wir sehr motivierte Expert:innen in Sachen Qualität, die kürzlich den theoretischen Teil ihrer Green-Belt-Ausbildung im Rahmen unseres Six Sigma Workshops mit Bravour bestanden haben”, sagt Sabbagh. In diesem Bereich werden nun konkrete Projekte fortgeführt, um unternehmensweit Verbesserungen zu erzielen – insbesondere zur Vermeidung qualitätsbezogener Kosten und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Oliver Salman, Qualitätsmanager im Geschäftsbereich Bulk Monomers, arbeitet beispielsweise an der Optimierung der Produktabfüllung von Spezialmonomeren in Stückgutgebinden in der Logistik am Standort Worms. Hier geht es darum, Pünktlichkeit, Liefertreue und Flexibilität zu erhöhen. „Ich freue mich, hier viel Neues zu lernen, insbesondere über den stark datengetriebenen Ansatz, der in diesem Projekt verwendet wird”, sagt der promovierte Chemiker. „Die Six Sigma-Ausbildung hilft mir dabei, anhand messbarer Größen, Ursachen und Auswirkungen von Verzögerungen und Einschränkungen in der Flexibilität zu ermitteln, um daraus Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten.“

Die Chemieingenieurin Natalia Schlereth ist im Geschäftsbereich Molding Compounds schon länger den Ursachen für Reklamationen auf der Spur. Es gibt wenige. „Das ist eine unserer Stärken”, sagt die Qualitätsmanagerin. Laut Umfragen sind Kunden begeistert von unserer Produktqualität. Dennoch bleibe viel zu tun: Intern müssten Prozesse effizienter gestaltet und „Verschwendung” reduziert werden.

„Mit der Einführung konkreter KPIs sehen wir jetzt Dinge, die wir vorher wussten, aber nicht beziffern konnten.”

Natalia Schlereth
Qualitätsmanagerin im Geschäftsbereich Molding Compounds

Mit Hilfe der erlernten Six Sigma Werkzeuge möchte sie mit ihrem Team die Ursachen für nicht spezifikationskonformes Material strukturiert und systematisch untersuchen und anschließend wirksame Maßnahmen empfehlen, um von Anfang an höchste Qualität sicherzustellen.

„Ich kann aktiv dazu beitragen, die Verfügbarkeit verkaufsfähiger Produkte zu erhöhen”, sagt John Gagne, verantwortlich für Qualität in der Region Amerika. „Das macht mich stolz.” Die Green-Belt-Ausbildung habe seinen Blick auf datenbasierte Problemlösung geschärft, um wirksame Prozessänderungen anzustoßen. Gagne ist überzeugt davon, dass damit auch das Vertrauen der Kund:innen in Röhm weiter wachsen wird.